Die Schneekugel

Ich sitze in einer kleinen Kugel, 
sie sieht aus wie eine Schneekugel,
 zum Schütteln für Kinder. 
In ihr tobt ein Sturm aus Gedanken.

Doch ist sie eher wie eine Traumkugel. 
Sie ist unwirklich, man versteht sie nicht, 
sie hat etwas distanziert Anziehendes,
doch sitzt man zu lange darin, zerstört sie einen.

Egal welche Worte von Außen auf das Glas treffen, 
sie reflektieren zurück. 
Es wirkt alles wie in Nebel gehült
Der Klang wird dumpfer und dumpfer

Ich drücke mit beiden Händen von innen an die Scheibe, 
doch ich komme nicht raus. 
Ich rufe, ich weine, ich schreie, 
aber kein Wort dringt nach außen. 

Ich müsste so viele Dinge erledigen, 
alles ist bereits vorbereitet, 
ich komme nicht dazu es fertig zu machen. 
Ich sitze nur da und warte auf nichts.

Egal was ich an das Glas werfe, 
es zersplittert nicht. 
Meine Waffen stumpfer.
Das Glas wir von Kugel zu Kugel dicker,

Mir ist kalt, mir ist unwohl. 
So versuche ich meine Gedanken zu sammeln, 
wieder Kraft zu finden, um mich aus der Schneehölle zu kämpfen. 

Es wird besser werden, irgendwann wird es das immer. 
Nur die Phasen sind unterschiedlich lang 
und ich weiß nicht wie oft ich noch die Kraft habe, 
mich aus der nächsten unwirklichen Schneekugel zu kämpfen.

Ich sitze im Schneesturm und bin hilflos. 
In mir selbst gefangen, im Moment gebannt. 
Ich versuche meine Wunden zu lecken. 
doch die Narben werden tiefer und tiefer.

© RavRavn.art | Nick Rossmann | Alle Rechte vorbehalten. 

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